Uw oder Ug? RC2 oder P4? HST oder PSK? Hier finden Sie kurze, verständliche Erklärungen der Begriffe, die Ihnen in Angeboten, im Konfigurator und in den Förderbedingungen begegnen, ohne Fachchinesisch.
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Edelgase im Scheibenzwischenraum. Sie leiten Wärme schlechter als Luft und senken so den Ug-Wert. Argon ist Standard, Krypton wird bei schmalen Zwischenräumen und sehr niedrigen Ug-Werten eingesetzt.
Aufsatzrollladen: Kasten sitzt auf dem Fensterrahmen und verschwindet im Sturz, nach dem Dämmen unsichtbar. Vorbaurollladen: Kasten vor der Fassade, auch im Bestand nachrüstbar. Rollläden →
Dicke des Rahmens von innen nach außen, z. B. 70, 76, 82 oder 85 mm. Ein tieferes Profil hat mehr Kammern, einen besseren Uf-Wert und Platz für dickere Glaspakete.
Förderung des Bundes für die thermische Sanierung: 2026 für Fenster mit Uw ≤ 1,1 W/(m²·K), höchstens 5.000 € für die Einzelbauteilsanierung, nur mit Montagerechnung eines befugten Professionisten. Seit 02.02.2026 keine neuen Registrierungen, Neuauflage 2027 angekündigt. Daneben fördern die Länder über die Wohnbauförderung. Ratgeber: Förderung →
PVC-Folie auf dem Kunststoffprofil, die Farbe oder Holzoptik gibt (z. B. Golden Oak, Anthrazit). Einseitig (außen) oder beidseitig. RAL-Farben auf Kunststoff entstehen durch Folie oder Lack, auf Aluminium durch Pulverbeschichtung.
Der gängigste Beschlag: Ein Griff öffnet den Flügel wie eine Tür (Drehen) oder kippt ihn oben zum Lüften.
ESG (Einscheibensicherheitsglas) zerfällt in kleine, stumpfe Krümel, für Türen und stoßgefährdete Scheiben. VSG (Verbundsicherheitsglas) bleibt nach dem Bruch an der Folie haften, für Haustüren, Brüstungen und einbruchhemmende Fenster.
Anteil der Sonnenenergie, der durch die Scheibe nach innen gelangt (g = 0,5 → 50 %). Ein hoher g-Wert bringt kostenlose Wärme im Winter, ein niedriger schützt Südseiten vor Überhitzung.
Technische Bauvorschrift für den Wärmeschutz, in den Bauordnungen der Bundesländer verbindlich (je Land unterschiedliche Ausgaben). Fenster in Wohngebäuden: Uw ≤ 1,40 W/(m²·K), unverglaste Außentüren ≤ 1,70, Tore ≤ 2,50. Beim Tausch einzelner Bauteile ohne Sanierungskonzept verlangen die Ausgaben 2023 und 2025 Werte, die mindestens 24 % darunter liegen (Fenster etwa Uw ≤ 1,06).
Große Terrassentür, deren Flügel sich durch Drehen des Griffs leicht anhebt und auf einer Schiene verschiebt. Breiten bis 6 m und niedrige Schwellen möglich. Teurer, aber komfortabler als PSK.
Geschlossene Lufträume im Kunststoffprofil (je nach System 5 oder 6 Kammern). Mehr Kammern und größere Bautiefe bedeuten eine bessere Rahmendämmung (niedriger Uf-Wert).
Scheibe mit unsichtbarer Metalloxid-Beschichtung, die Wärmestrahlung in den Raum zurückreflektiert. Sie sorgt für die niedrigen Ug-Werte moderner Glaspakete.
Anteil des sichtbaren Lichts, der durch die Scheibe gelangt. 3-fach-Glas liegt meist bei 70–74 %, 2-fach-Glas bei etwa 80 %. Sonnenschutzgläser haben niedrigere Werte.
Klassen nach EN 12207 geben an, wie viel Luft durch das geschlossene Fenster strömt. Klasse 4 ist die dichteste, Standard bei guten Kunststoff- und Aluminiumfenstern.
Die Mauerlichte ist die Breite und Höhe der Wandöffnung. Das Fenster wird um die Montagefuge kleiner bestellt (ca. 1–1,5 cm je Seite). Ratgeber: Fenster ausmessen →
Schwelle einer Balkon- oder Hebe-Schiebe-Tür mit höchstens 20 mm Höhe, meist thermisch getrennt. Erleichtert Rollstuhl und Kinderwagen; braucht eine gute Entwässerung der Terrasse.
Verbundsicherheitsglas mit PVB-Folien, Klassen nach EN 356. Geprüft wird mit einer 4,11 kg schweren Stahlkugel: P2A hält drei Treffer aus 3 m Fallhöhe aus, P4A drei Treffer aus 9 m. Für einbruchhemmende Fenster der Klasse RC2 ist P4A vorgeschrieben; die Variante RC2 N kommt ohne angriffhemmende Verglasung aus und ist deshalb im Erdgeschoss nur eingeschränkt sinnvoll.
Gebäude mit sehr geringem Heizwärmebedarf (≤ 15 kWh/m²·a). Passivhaus-taugliche Fenster haben Uw ≤ 0,8 W/(m²·K), meist 3-fach-Glas mit warmer Kante, tiefem Profil und Spezialverglasung.
Der senkrechte Teil zwischen zwei Flügeln. Ein fester Pfosten gehört zum Rahmen; beim Stulp sitzt er am Flügel, sodass nach dem Öffnen beider Flügel eine durchgehende Öffnung entsteht.
Der Flügel kippt zuerst nach innen und wird dann parallel vor dem Festteil verschoben. Günstigere Alternative zur HST bis etwa 4 m Breite, meist mit höherer Schwelle.
Außenliegende Jalousie aus Aluminiumlamellen, deren Winkel verstellbar ist: schützt vor Hitze und lässt trotzdem Tageslicht herein. Raffstore →
Einbau nach dem „Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren“ der RAL-Gütegemeinschaft: raumseitig luftdicht und dampfbremsend, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und diffusionsoffen — kurz „innen dichter als außen“. Eine eigene Norm für die Montage gibt es nicht; der Leitfaden gilt als anerkannte Regel der Technik. Er schützt den Schaum vor Feuchte und verhindert Tauwasser in der Laibung. Ratgeber: Montage →
Widerstandsklasse gegen Einbruch nach EN 1627. RC1 N bietet nur Grundschutz gegen körperliche Gewalt und hat keine geprüfte Widerstandszeit. RC2 hält einem Täter mit Schraubendreher, Zange und Keil 3 Minuten stand und verlangt angriffhemmende Verglasung P4A; die Variante RC2 N ist bis auf die Verglasung gleich aufgebaut. RC3 hält 5 Minuten stand, zusätzlich mit Kuhfuß. Für Wohnhäuser empfiehlt die Polizei mindestens RC2. Haustüren mit RC2 →
Schalldämmung des Fensters in Dezibel. Ein normales 3-fach-Fenster liegt bei etwa 32–34 dB; unterschiedliche Glasdicken und Akustikfolie bringen 38–45 dB an verkehrsreichen Straßen.
Sektionaltor: waagerechte Paneele, die senkrecht öffnen und unter der Decke laufen, platzsparend und gut gedämmt. Rolltor: schmale Aluprofile, die sich auf eine Welle über der Öffnung wickeln, minimaler Platzbedarf, geringere Dämmung. Sektionaltore →
Unterteilung der Scheibe in kleine Felder. Im Scheibenzwischenraum, aufgeklebt (Wiener Sprosse) oder glasteilend; letztere verschlechtern den Uw-Wert und erhöhen den Preis.
Verzinktes Stahlprofil im Kunststoffrahmen, das großen Fenstern und dunklen Farben Stabilität gibt. Manche Systeme verwenden stattdessen Glasfaserverstärkung.
Spaltlüftung ist eine Griffstellung, bei der der Flügel wenige Millimeter kippt. Ein Falzlüfter im Rahmen führt kontrolliert Frischluft zu, wichtig in dichten Häusern ohne Lüftungsanlage.
Wärmedurchgangskoeffizienten in W/(m²·K): Uw für das ganze Fenster, Ug für das Glas, Uf für den Rahmen. Je niedriger, desto wärmer. OIB-Richtlinie 6: Uw ≤ 1,40 für Fenster in Wohngebäuden, Sanierungsbonus 2026: Uw ≤ 1,1. Ratgeber: Uw, Ug, Uf →
Wärmedurchgangskoeffizient von Haustüren. Gute Kunststoff- oder Aluminiumtüren erreichen Ud 0,8–1,3 W/(m²·K); die OIB-Richtlinie 6 verlangt für unverglaste Außentüren ≤ 1,70.
Mechanik im Flügel, die über den Griff das Fenster an mehreren Punkten rundum verriegelt. Marken: Roto, Maco, Winkhaus, Siegenia. Pilzkopfzapfen erhöhen die RC-Klasse.
Glaspaket aus 2 oder 3 Scheiben mit Abstandhaltern und Gasfüllung. Typische Ug-Werte: 2-fach 1,0–1,1, 3-fach 0,5–0,7 W/(m²·K). Die Angabe 4/16/4/16/4 nennt Glasdicken und Zwischenräume in mm.
Abstandhalter zwischen den Scheiben aus Kunststoff oder Edelstahl statt Aluminium. Reduziert die Wärmebrücke am Glasrand, verbessert Uw um etwa 0,05–0,1 W/(m²·K) und senkt das Kondensatrisiko.